Luiz Antonio de Assis Brasil: Gestalt im Schatten

21,80 

Gestalt im Schatten handelt vom Mann, der Alexander von Humboldt auf seiner Reise nach Südamerika begleitet hat. Während sich letzterer allgemein großer Bekanntheit erfreut, wurde der französische Arzt und Botaniker Aimé Bonpland in Deutschland geflissentlich übersehen. Von seiner herausragenden Rolle als Naturforscher zeugen jedoch die Benennung eines Berggipfels in den Anden, eines Mondkraters, eines Asteroiden und einer Pflanzenart nach ihm. Bonpland hatte maßgeblichen Einfluss auf die Aufklärung während der Französischen Revolution und war später Botaniker Napoleons und Intendant dessen Schlosses in Malmaison. Gemeinsam mit Humboldt erforschte er das tropische Südamerika und verbrachte gegen Ende seines Lebens viele Jahre im Süden dieses Erdteils, erst hochgeehrt und dann vernachlässigt in Buenos Aires, viele Jahre als Gefangener vom Diktator Paraguays und schließlich als Besitzer von Mateplantagen in Brasilien und Argentinien. Einfühlsam und mit Sinn für Dramatik schildert der Autor in einem inhaltlich wie literarisch gleichermaßen packenden Roman das Schicksal dieses außergewöhnlichen Menschen. In gepflegter poetischen Sprache verbindet der Roman, der in Brasilien wenige Monate nach seinem Erscheinen in zweiter Auflage herausgebracht wurde, eine sorgfältig recherchierte und faktenreiche Erzählung mit nachdenklichen, nahezu philosophischen Überlegungen über das Leben.

Aus dem brasilianischen Portugiesisch übersetzt von Kurt Scharf.

Der Autor

Prosa | 1. Auflage 2021 | 314 Seiten | gebunden mit Schutzumschlag | Preis: ca. 21,80 € | ISBN: 978-3-96202-068-2

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Beschreibung

An jenem Nachmittag machten sie Pläne, alle ihre Beobachtungen zu veröffentlichen. Es wären mehrere Bände, jeder über einen bestimmten Aspekt der Neuen Welt: die Geographie, die Botanik, die Zoologie. Den ersten Band würde Humboldt verfassen, einen Bericht über die Reise und alle Messungen, die sie vorgenommen hatten. Den Band über die Pflanzen sollte Aimé Bonpland schreiben. Damals begriff Aimé Bonpland, dass diese in mehreren Bänden niedergelegten Beobachtungen nur die Vorbereitung auf das große Werk wären,von dem Humboldt träumte. Der Titel würde aus einem einzigen Wort bestehen, erhaben, majestätisch.
Er würde alles zusammenfassen, was es auf der Erde und im Weltall gab. Dieser Titel wäre: Kosmos. Aimé Bonpland sah Humboldt an. Ihm wurde deutlich, dass er neben dem größten, vollkommensten Wissenschaftler stand, den die menschliche Zivilisation jemals hervorgebracht hatte. Aber gleichzeitig wurde ihm bewusst, was in dem Licht, das von Humboldt ausging, von nun an seine eigene Rolle sein würde.”

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