Mitra Gaast: Denn du wirst dich Erinnern – Wiederkehr nach Teheran

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24,80

„Es genügt nicht zu leben. Man braucht ein Schicksal …“ Albert Camus – Der Mensch in der Revolte

Heddy, eine alleinlebende Klavierlehrerin in Berlin, wird von ihrer Freundin Pia ermutigt, nach Jahrzehnten in ihre Heimat Iran zu fliegen. In Teheran folgt sie ihren Erinnerungen an die Sommer ihrer Kindheit und an ihre Jugendliebe – einen Studenten, der das Land verlassen musste, als im November 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran besetzt wurde. Das Schicksal wollte nicht, dass Heddys Briefe an ihren Freund ihre Bestimmung erreichten, doch dasselbe Schicksal bringt sie Jahrzehnte später an einen Punkt, von dem aus die Geschichte vielleicht weitergehen könnte …

Der Roman beschreibt einfühlsam und nachdenklich die von Revolution, Krieg und Emigration gezeichneten Lebenswege der iranischen "Lost Generation" und – eingebettet in eine bewegende Familien- und Liebesgeschichte – jene Ereignisse, die im Niedergang einer der ältesten Monarchien der Welt endeten.

„Du wirst dich an dich erinnern, verstehst du? Wenn du einmal wieder in Teheran bist, wenn du deine Vergangenheit wieder berührst, Heddy, wirst du dich erinnern!“

Roman | 1. Auflage 2017 | Seiten: 370 | Preis: 24,80€ (gebunden mit Schutzumschlag) | ISBN: 978–3–944201–84–9
Art.-Nr.: 978–3–944201–84–9 Kategorie: Schlüsselworte: , , , , ,

Produktbeschreibung

Es genügt nicht zu leben. Man braucht ein Schicksal …“ Albert Camus – Der Mensch in der Revolte

Heddy, eine alleinlebende Klavierlehrerin in Berlin, wird von ihrer Freundin Pia ermutigt, nach Jahrzehnten in ihre Heimat Iran zu fliegen. In Teheran folgt sie ihren Erinnerungen an die Sommer ihrer Kindheit und an ihre Jugendliebe – einen Studenten, der das Land verlassen musste, als im November 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran besetzt wurde. Das Schicksal wollte nicht, dass Heddys Briefe an ihren Freund ihre Bestimmung erreichten, doch dasselbe Schicksal bringt sie Jahrzehnte später an einen Punkt, von dem aus die Geschichte vielleicht weitergehen könnte …

Der Roman beschreibt einfühlsam und nachdenklich die von Revolution, Krieg und Emigration gezeichneten Lebenswege der iranischen „Lost Generation” und – eingebettet in eine bewegende Familien- und Liebesgeschichte – jene Ereignisse, die im Niedergang einer der ältesten Monarchien der Welt endeten.

Du wirst dich an dich erinnern, verstehst du? Wenn du einmal wieder in Teheran bist, wenn du deine Vergangenheit wieder berührst, Heddy, wirst du dich erinnern!“


Rezension

Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist noch nicht einmal vergangen, schrieb der amerikanische Schriftsteller William Faulkner einst. In „Denn du wirst dich erinnern“ lauert die Vergangenheit förmlich hinter jeder Straßenecke. Doch Mitra Gaasts Figuren schrecken vor ihr nicht zurück. Ihr sezierender, dokumentarischer Blick auf gesellschaftliche Verwerfungen im Iran ist immer auch unverhohlen subjektiv: Schließlich ist Gaast wie ihre Protagonistin in jungen Jahren in die Bundesrepublik emigriert. Das merkt man nicht zuletzt daran, wie sie ihre Ich-Erzählerin mit einem Gemisch aus Distanz und Wärme landestypische Ausdrucks- und Verhaltensweisen erklären lässt. Das im Süden gesprochene Farsi klingt für sie etwa „fast neckisch“. Beobachtungen wie diese machen Heddy zu einer nahbaren Figur.

Andere „Besonderheiten“ des iranischen Alltags beschreibt sie mit einer schonungslosen Unmittelbarkeit. Wenn Heddy etwa ausgelassen tobende Schulkinder unterwegs zur Kriegsausstellung sieht, in der sie sich „die letzten drei Stunden mit brennenden Augen das ausgestellte Grauen des achtjährigen Krieges zwischen Iran und Irak angesehen“ hat. Geschickt verwebt die Schriftstellerin die verschiedenen Zeitebenen, zeigt ganz im Sinne des Faulkner’schen Diktums – und glücklicherweise ohne didaktischen Unterton – wie politischer und privater Raum miteinander verschränkt sind.”

von Jaleh Ojan auf fixpoetry.de

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