Volkrat Stampa: Robert Dorsay – Es ging um sein Leben

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Die deutsche Filmindustrie im dritten Reich hat viele Filme in die Kinos gebracht, deren Name und Schauspieler bis heute in Erinnerung geblieben sind wie „Tanz auf dem Vulkan“ mit Gustaf Gründgens, „Zu neuen Ufern“ mit der Zarah Leander, „Liebesbriefe aus dem Engadin“ mit Luis Trenker und „Flitterwochen“ mit Hans Söhnker und Max Schmelings Frau Anny Ondra. Diese Namen haben ihre Faszination behalten. Aber wenn einer der Filmschaffenden im streng kontrollierten Staat in Ungnade fiel, wurde der betreffende Film aus dem Verkehr gezogen oder wenigstens der Name eines unbequem gewordenen Akteurs aus dem Vorspann gelöscht. So geschah es mit Robert Dorsay in den genannten Filmen.

1. Auflage 2016 | 124 Seiten | ISBN: 978-3-944201-98-6

Art.-Nr.: 978-3-944201-98-6 Kategorie:

Produktbeschreibung

Robert Dorsay. Es ging um sein Leben
von Volkrat Stampa

Die deutsche Filmindustrie im dritten Reich hat viele Filme in die Kinos gebracht, deren Name und Schauspieler bis heute in Erinnerung geblieben sind wie „Tanz auf dem Vulkan“ mit Gustaf Gründgens, „Zu neuen Ufern“ mit der Zarah Leander, „Liebesbriefe aus dem Engadin“ mit Luis Trenker und „Flitterwochen“ mit Hans Söhnker und Max Schmelings Frau Anny Ondra. Diese Namen haben ihre Faszination behalten. Aber wenn einer der Filmschaffenden im streng kontrollierten Staat in Ungnade fiel, wurde der betreffende Film aus dem Verkehr gezogen oder wenigstens der Name eines unbequem gewordenen Akteurs aus dem Vorspann gelöscht. So geschah es mit Robert Dorsay in den genannten Filmen.

Der in Bremen 1904 geborene Robert Stampa mit dem Künstlernamen Dorsay erwarb sich als Sänger, Tänzer, Schauspieler und Conférencier in den 30er Jahren vor allem in Berlin mit seinem spontanen Witz und seiner Wendigkeit in Bewegung und Sprache viel Anerkennung im Film und auf der Bühne. Als Star im „Kabarett der Komiker“ trat er mit herzerfrischender Unbefangenheit auf. So ahnte er nicht, dass der Reichspropagandaminister längst auf eine Gelegenheit wartete, ihn auszuschalten. Anfang 1943 wurde Dorsay sein abgefangener ironischer Brief an einen Freund zum Verhängnis, in dem er sich, inzwischen zur Wehrmacht eingezogen, über Hitler und das Régime in kabarettistischer Manier lustig machte. Dorsay wurde wegen des Verdachts auf „Wehrkraftzersetzung“ verhaftet, zum Tode verurteilt und im Herbst 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.


Presse

Dass er heute dennoch vergessen ist, liegt an der „ewigen Verdammnis“ durch den Nazi-Staat: Sein Name wurde aus Vorspann und Besetzungsliste der Filme getilgt, nachdem er den Machthabern unangenehm aufgefallen war – mit tödlichen Folgen.“
Rainer Dick, 21.12.2016, Die Rheinpfalz. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

In der Nazizeit war er ein Star: Robert Dorsay sang, tanzte und spielte auf den Kabarettbühnen der Reichshauptstadt Berlin. Im Film glänzte er, mal unter der Regie von Gustaf Gründgens, mal an der Seite von Heinz Rühmann, Luis Trenker oder Zarah Leander. Doch dann geriet ein von Dorsay unterzeichneter Brief mit satirisch zugespitzten Äußerungen gegen die menschenverachtende Hitler-Diktatur in die falschen Hände. Das kostete ihn 1943 sein Leben.”
Lisa Duncan, 30.12.2016, Kreiszeitung. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

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