Neue Rezension – „Der Traum von Tibet” von Fariba Vafi

Wir freuen uns über eine tolle, neue Rezension über den 2018 bei uns veröffentlichten Roman „Der Traum von Tibet” von Fariba Vafi!

 

Fariba Vafi zählt zu den beliebtesten zeitgenössischen Romanautorinnen im Iran. In ihrer unverwechselbar luziden, fast schlichten Schreibweise behandelt sie in ihrem neuen Roman einmal mehr die Frage nach der weiblichen Identität und der Rolle der Frau in der sich wandelnden iranischen Gesellschaft.

Tibet ist kein Ort, von dem aufgeklärte Linksliberale heutzutage träumen. Zumindest findet Djawid, der Mann der ideologischen Wohnzimmer-Debatten, der mit den Jahren ein wohlhabender Holzhandelsvertreter geworden ist, es verbiete sich, Tibet in den „Lebensplan” einzubauen.  Immer wieder liefern sich die Verwandten hitzige Wortwechsel zu unterschiedlichen Themen. Scholeh, die Erzählerin, ist daran nicht nur beteiligt, sie beobachtet auch genau, wie jeder Einzelne sich verhält.

Der Blick der Erzählerin ist gnadenlos, sowohl in Hinsicht auf ihr eigenes Schicksal als auch auf die übrigen Personen des Romans. Meisterhaft baut die Autorin Szenen in geschlossenen Räumen und verteilt ihre Figuren dramaturgisch geschickt, so dass wir die Szenerie lebendig vor uns sehen.

Ein Roman, der seine Protagonisten mit großer Natürlichkeit und Authentizität behandelt, ohne auf vordergründig psychologisierende Mittel angewiesen zu sein. Horror vacui mitten im Wohlstandshaushalt!”

Volker Kaminski, Qantara.de 2018

 

Und hier geht es zur kompletten Rezension.

This is the English version

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.