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	Kommentare zu: Doğan Akhanlı: Madonnas letzter Traum (Hardcover)	</title>
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	<description>Der Bremer Verlag für ausgefallene Literatur</description>
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		<title>
		Von: Monika Steinhoff		</title>
		<link>https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-1562</link>

		<dc:creator><![CDATA[Monika Steinhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 17:21:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dogan Akhanli ist ein Meister der Erzählkunst. Er verstrickt in diesem Roman Realität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit auf eine so gekonnte Weise, dass man sich beim Lesen manchmal fragt, wer diesen Roman schreibt und von wem er handelt. Ist es Sabahattin Ali, ein namenloser Erzähler oder der Autor selbst. Alles verwischt!
Und so begleiten wir den/die Protagonisten auf dem Weg von der Türkei nach Paris, Berlin und auch durch die Zeiten, aus der Vergangenheit in die Gegenwart und wieder zurück, durch Kindheitserinnerungen, Träume und Hoffnungen und dann wieder zurück nach Berlin, von hier ins Warschauer Ghetto, nach Ausschwitz, Bukarest und Konstanza bei ihrer Suche nach Maria Puder. Denn: &quot;So ist Maria Puder nicht gestorben.&quot;
Und so erzählt Dogan Akhanli diese Geschichte über die größten Verbrechen an der Menschheit, über Antisemitismus und politische Verfolgung und Unterdrückung (auch bis in die Gegenwart) mit einer Wortgewandtheit und bildreichen Sprache, die dieses schwere Thema mit Leichtigkeit umschließt und auch daran erinnert, dass es immer auch neben der Grausamkeit die Schönheit und die Liebe gibt und vielleicht auch Hoffnung.
Auf jeder Seite des Romans, am unteren Rand, sind Stolpersteine zur Erinnerung an die vielen Opfer, die 1942 beim Untergang der Struma getötet wurden, abgedruckt. Und der Autor nutzt auch versteckte &quot;Stolpersteine&quot; im laufenden Text, die uns nachdenklich machen, durch die geschickte Aneinanderreihung von Worten bzw. Fragen und Antworten der Romanfiguren, wie z.B. die Antwort Frau Dr. Narthoffs auf eine Aussage des Erzählers: &quot;Das ist nicht erstaunlich. Nichts zu merken, nichts zu sehen, das ist in den letzten Jahren Mode geworden.&quot;
Ein rundum gelungener, absolut lesenswerter Roman, der an einer Geschichte aus der Vergangenheit ein auch noch heute immer wieder aktuelles Thema treffend erzählt und uns zum Nachdenken und vielleicht auch Umdenken anregt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dogan Akhanli ist ein Meister der Erzählkunst. Er verstrickt in diesem Roman Realität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wirklichkeit auf eine so gekonnte Weise, dass man sich beim Lesen manchmal fragt, wer diesen Roman schreibt und von wem er handelt. Ist es Sabahattin Ali, ein namenloser Erzähler oder der Autor selbst. Alles verwischt!<br>
Und so begleiten wir den/die Protagonisten auf dem Weg von der Türkei nach Paris, Berlin und auch durch die Zeiten, aus der Vergangenheit in die Gegenwart und wieder zurück, durch Kindheitserinnerungen, Träume und Hoffnungen und dann wieder zurück nach Berlin, von hier ins Warschauer Ghetto, nach Ausschwitz, Bukarest und Konstanza bei ihrer Suche nach Maria Puder. Denn: „So ist Maria Puder nicht gestorben.”<br>
Und so erzählt Dogan Akhanli diese Geschichte über die größten Verbrechen an der Menschheit, über Antisemitismus und politische Verfolgung und Unterdrückung (auch bis in die Gegenwart) mit einer Wortgewandtheit und bildreichen Sprache, die dieses schwere Thema mit Leichtigkeit umschließt und auch daran erinnert, dass es immer auch neben der Grausamkeit die Schönheit und die Liebe gibt und vielleicht auch Hoffnung.<br>
Auf jeder Seite des Romans, am unteren Rand, sind Stolpersteine zur Erinnerung an die vielen Opfer, die 1942 beim Untergang der Struma getötet wurden, abgedruckt. Und der Autor nutzt auch versteckte „Stolpersteine” im laufenden Text, die uns nachdenklich machen, durch die geschickte Aneinanderreihung von Worten bzw. Fragen und Antworten der Romanfiguren, wie z.B. die Antwort Frau Dr. Narthoffs auf eine Aussage des Erzählers: „Das ist nicht erstaunlich. Nichts zu merken, nichts zu sehen, das ist in den letzten Jahren Mode geworden.”<br>
Ein rundum gelungener, absolut lesenswerter Roman, der an einer Geschichte aus der Vergangenheit ein auch noch heute immer wieder aktuelles Thema treffend erzählt und uns zum Nachdenken und vielleicht auch Umdenken anregt.</p>
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		<title>
		Von: Dr. Manfred Kux		</title>
		<link>https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-271</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dr. Manfred Kux]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2019 09:42:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Umschlag rückt einen Stolperstein in den Blick und verleitet dazu, der verwischten weiblichen Schattengestalt im Hintergrund zu folgen. So wird der Betrachter verlockt, sich dem Roman zuzuwenden.
Lässt er sich darauf ein, machen auf nahezu jeder der über 450 Seiten am Fuße des Satzspiegels aufgelistete Namen von realen Opfern politischer Verfolgung und Vernichtung deutlich, dass die gestaltete Fiktion sich bei aller freigesetzten Phantasie an der Wirklichkeit abarbeitet.
Ähnlich ergeht es dem Protagonisten. Die Suche nach einer Romangestalt Sabahattin Alis und ihren Spuren in der politisch ebenso verstörenden wie zerstörerischen Wirklichkeit des 20. Jahrhunderts gerät, erzählerisch ambitioniert in der entschlossenen Verknüpfung von Zeit- und Handlungsebenen, zu einer verwirrenden und desillusionierenden Konfrontation mit der Geschichte politischer Gewalt, in deren Zentrum der Holocaust herausragt. Dogan Akhanli lässt den Versuch des Ich-Erzählers, die frühe Begegnung mit einer schemenhaft umrissenen literarischen Figur mit einem zufällig in den Blick geratenen Menschen in der Wirklichkeit weiterzuführen und einen real anzunehmenden Untergang für die Buchgestalt Sabahattin Alis erzählerisch abzuwenden, misslingen. Geschichte lässt sich eben nicht korrigieren. Doch ist das kein Anlass zur Resignation. Im Gegenteil: Es gilt zu verhindern, dass Geschichte vergessen wird, und zu begreifen, dass ihr weiterer Verlauf von den jeweils Lebenden als Akteuren abhängt. Dazu leistet der Roman von Dogan Akhanli einen bewegenden Beitrag. Er zeigt am Beispiel seines Ich-Erzählers, welche Vorstellungskräfte und Handlungsenergien Literatur mit ihren offenliegenden oder verborgenen Bezügen zur Wirklichkeit im Rezipienten freisetzen kann. Sein Roman ist politisch, ohne plakativ zu sein und auf Poesie zu verzichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Umschlag rückt einen Stolperstein in den Blick und verleitet dazu, der verwischten weiblichen Schattengestalt im Hintergrund zu folgen. So wird der Betrachter verlockt, sich dem Roman zuzuwenden.<br>
Lässt er sich darauf ein, machen auf nahezu jeder der über 450 Seiten am Fuße des Satzspiegels aufgelistete Namen von realen Opfern politischer Verfolgung und Vernichtung deutlich, dass die gestaltete Fiktion sich bei aller freigesetzten Phantasie an der Wirklichkeit abarbeitet.<br>
Ähnlich ergeht es dem Protagonisten. Die Suche nach einer Romangestalt Sabahattin Alis und ihren Spuren in der politisch ebenso verstörenden wie zerstörerischen Wirklichkeit des 20. Jahrhunderts gerät, erzählerisch ambitioniert in der entschlossenen Verknüpfung von Zeit- und Handlungsebenen, zu einer verwirrenden und desillusionierenden Konfrontation mit der Geschichte politischer Gewalt, in deren Zentrum der Holocaust herausragt. Dogan Akhanli lässt den Versuch des Ich-Erzählers, die frühe Begegnung mit einer schemenhaft umrissenen literarischen Figur mit einem zufällig in den Blick geratenen Menschen in der Wirklichkeit weiterzuführen und einen real anzunehmenden Untergang für die Buchgestalt Sabahattin Alis erzählerisch abzuwenden, misslingen. Geschichte lässt sich eben nicht korrigieren. Doch ist das kein Anlass zur Resignation. Im Gegenteil: Es gilt zu verhindern, dass Geschichte vergessen wird, und zu begreifen, dass ihr weiterer Verlauf von den jeweils Lebenden als Akteuren abhängt. Dazu leistet der Roman von Dogan Akhanli einen bewegenden Beitrag. Er zeigt am Beispiel seines Ich-Erzählers, welche Vorstellungskräfte und Handlungsenergien Literatur mit ihren offenliegenden oder verborgenen Bezügen zur Wirklichkeit im Rezipienten freisetzen kann. Sein Roman ist politisch, ohne plakativ zu sein und auf Poesie zu verzichten.</p>
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		<title>
		Von: Daniel Zaidan		</title>
		<link>https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-250</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel Zaidan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2019 08:38:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dieser Autor ist ein meisterlicher Handwerker des Schreibens! Er packt einen emotional sofort und führt einen durch die Geschichte dass man wirklich Raum und Zeit vergisst... mit einem ganz eigenen, besonderen Schreibstil... Nur zu empfehlen!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Autor ist ein meisterlicher Handwerker des Schreibens! Er packt einen emotional sofort und führt einen durch die Geschichte dass man wirklich Raum und Zeit vergisst… mit einem ganz eigenen, besonderen Schreibstil… Nur zu empfehlen!!</p>
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		<title>
		Von: Sujet Verlag		</title>
		<link>https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-249</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sujet Verlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2019 16:43:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-248&quot;&gt;jürgen meyhöfer&lt;/a&gt;.

Danke lieber Jürgen für dein Kommentar. Ich finde auch das Buch sehr großartig!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-248">jürgen meyhöfer</a>.</p>
<p>Danke lieber Jürgen für dein Kommentar. Ich finde auch das Buch sehr großartig!</p>
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		<title>
		Von: jürgen meyhöfer		</title>
		<link>https://sujetverlag.de/buecher/dogan-akhanli-madonnas-letzter-traum/#comment-248</link>

		<dc:creator><![CDATA[jürgen meyhöfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 10:42:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://sujetverlag.de/?post_type=product&#038;p=4063#comment-248</guid>

					<description><![CDATA[Lieber Madjid,
das passiert mir eigentlich eher selten mit einem Buch - ich habe mich festgelesen. Akanli  hat es geschafft, verschiedene spannende Geschichten und Orte und Zeiten so miteinander zu verwebe, dass man förmlich mitgerissen wird.
Erzählt er aus der Jugend seines Protagonisten, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Schön, wie  sein Dorf darum streitet, das eingestürzte Minarett der Dorfmoschee wieder zu errichten, der neuen laizistischen Türkei zu Ehren.
Dann ist er unmerklich mit dir nach Solingen gefahren, wo Neonazis ein Haus angesteckt haben und viele türkische Bewohner umgekommen sind um  ein wenig später nach Berlin - Wannsee zu fahren, wo in der Villa, die er besucht die Vernichtung der Juden generalstabsmäßig geplant wurde.
Er hat die Gabe, all diese historischen Ereignisse mit der Gegenwart  und seiner Vergangenheit zu verknüpfen, dass man einen neuen Blick auf die Geschichte  bekommt.
Und er beherrscht die deutsche Sprache!
Ein gutes, nein ein sehr gutes Buch.
J. Meyhöfer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Madjid,<br>
das passiert mir eigentlich eher selten mit einem Buch – ich habe mich festgelesen. Akanli  hat es geschafft, verschiedene spannende Geschichten und Orte und Zeiten so miteinander zu verwebe, dass man förmlich mitgerissen wird.<br>
Erzählt er aus der Jugend seines Protagonisten, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Schön, wie  sein Dorf darum streitet, das eingestürzte Minarett der Dorfmoschee wieder zu errichten, der neuen laizistischen Türkei zu Ehren.<br>
Dann ist er unmerklich mit dir nach Solingen gefahren, wo Neonazis ein Haus angesteckt haben und viele türkische Bewohner umgekommen sind um  ein wenig später nach Berlin – Wannsee zu fahren, wo in der Villa, die er besucht die Vernichtung der Juden generalstabsmäßig geplant wurde.<br>
Er hat die Gabe, all diese historischen Ereignisse mit der Gegenwart  und seiner Vergangenheit zu verknüpfen, dass man einen neuen Blick auf die Geschichte  bekommt.<br>
Und er beherrscht die deutsche Sprache!<br>
Ein gutes, nein ein sehr gutes Buch.<br>
J. Meyhöfer</p>
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