2. Kölner Literaturnacht – Freiheit und Möglichkeiten des Schreibens
Veranstaltungen um 18:00 und 20:00 Uhr Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der 2. Kölner Literaturnacht stellen Simone Scharbert und unsere Autoren Jabbar Abdullah und Suleman Taufiq ihre neusten Bücher vor. Dabei behandeln sie die Frage nach der Freiheit und den Möglichkeiten des Schreibens. Unmittelbar erfahrene (Un-)Freiheit ist das Thema von Jabbar Abdullah. In seinem Debüt „Raqqa am Rhein“ verarbeitet er seine Erlebnisse in Syrien unter autoritärem Régime und im Krieg sowie sein Ankommen in Köln. „Ich lebe nicht in zwei Welten, ich bin zwei Welten“, sagt Suleman Taufiq über sich selbst, denn er ist sowohl in der arabischen als auch in der deutschen Welt zu Hause. Zuletzt erschienen sein Lyrikband „fremde welten“ und „Josef hat Geburtstag“ mit Kurzgeschichten. In „du, alice“ erzählt Simone Scharbert auf poetisch-lyrische Weise die Geschichte von Alice James, der wenig bekannten Schwester ihrer berühmten Brüder Henry und William James. Alice James gilt als frühe Ikone des Feminismus, die sich…
Rezension von Sabine Kleyboldt zu Jabbar Abdullahs „Raqqa am Rhein”
Syrischer Archäologe Abdullah schreibt über neue Heimat Köln „Ich verspreche Ihnen, ein guter Geflüchteter zu werden” von Sabine Kleyboldt, Katholische Nachrichten-Agentur Der Rhein erinnert Jabbar Abdullah an den Fluss seiner Kindheit: den Euphrat in Syrien. Das macht es ihm umso leichter, sich in Köln heimisch zu fühlen. Der Weg dorthin war allerdings lang, wie er in seinem Buch beschreibt. Köln/Aleppo (KNA) „Auf Wiedersehen, mein Euphrat, mein guter Freund, bitte bleib am Leben, irgendwann, so hoffe ich, komme ich zu dir zurück.” Mit geradezu poetischen Worten nimmt Jabbar Abdullah 2012 Abschied von seiner Heimat Raqqa am Fluss Euphrat. Das Assad-Régime zwingt den Studenten zur Flucht, weil er „Freiheit für Syrien” auf Hauswände gesprüht hat. Acht Jahre später dann: „Ich mag Köln, ich bin am Euphrat. Ich bin am Rhein… Ich lebe hier und will hier wie alle anderen weiterleben.” Denn inzwischen hat der Archäologe eine neue Heimat in Köln gefunden – sein „Raqqa am Rhein”, wie er…

