
Ein atmosphärisch dichter und poetischer Roman, der sehr zu empfehlen ist.
Die EKZ hat „Das Gewicht der Reue” von Khalil Sweileh (Übersetzt aus dem Arabischen von Suleman Taufiq) begutachtet: Der Ich-Erzähler des vorliegenden Romans ist ein junger Mann im heutigen Syrien, der zwischen Krieg und täglicher Gefahr einen Weg sucht, sein Leben zu gestalten. Dabei trifft er auf drei Frauen, die ebenso wie er versuchen, in dem geschundenen Land zu (über-)leben: eine Dichterin, eine bildende Künstlerin und eine ehemalige politische Gefangene. Sie versuchen sich gegenseitig zu unterstützen in einer Welt, die aus den Fugen ist. So entstehen vier Schicksale, die die vielen Facetten des heutigen Syriens widerspiegeln – und zugleich entwickelt sich eine Liebesgeschichte. Ein atmosphärisch dichter und poetischer Roman, der sehr zu empfehlen ist. – Helga Winkelmann Das Buch könnt ihr hier bestellen. „Das Gewicht der Reue” gewann 2018 den Sheikh Zayed Book Award.
EKZ: Söhne der Liebe
Die EKZ hat „Söhne der Liebe” von Ghazi Rabihavi begutachtet: Der junge Djamil lebt im Iran in der Zeit der islamischen Revolution. Schon als Kind lässt er sich von seinen Schwestern und Nichten wie eine Braut schminken, bis er von seinem Vater erwischt und mit einem nassen Rohrstock verprügelt wird. Djamil erzählt diese Geschichte von ihm und seinem geliebten Nadji, die beide in einer Gesellschaft groß werden, die gleichgeschlechtliche Liebe verachtet und in einem Land, in dem Homosexuelle verfolgt werden. Schon früh flüchten die beiden Liebenden vor der Enge ihres südiranisches Dorfes erst in einer größere Stadt und dann gar ins Ausland, wo sie sich als illegale Einwanderer verstecken müssen. Auf ihrer Flucht treffen Djamil und Nadji aber auch andere Menschen, die sich von den vorrevolutionären Verhältnissen nach dem Sturz des Schahs bedroht fühlen. Der iranische Autor, der selbst schon im gefürchteten Evin-Gefängnis für politisch Gefangene inhaftiert war und mittlerweile…
Gerrit Wustmann: Weltliteratur-Aktivist
Gerrit Wustmann spricht im Interview mit UnterEins darüber, warum mit „Weltliteratur” oftmals eigentlich nur „Westliteratur” gemeint ist, wer daran Schuld ist und was man dagegen tun kann. Ein lesenswertes Interview, das zum Nachdenken anregt: Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Interview: Dein Buch sagt: Wenn irgendwo „Weltliteratur“ steht, etwa in Uni-Vorlesungen oder auf Bestenlisten, geht’s meist um Westliteratur: europäische und angelsächsische Bücher. Vielleicht fragt sich auch mancher: Reicht doch auch? Warum müssen wir unbedingt zum Beispiel arabische Literatur lesen? Was sagst du dazu? Es ist eine traurige Tatsache. Ich habe mir bei der Recherche zum Buch hunderte Listen angesehen, mit immer dem selben Ergebnis. Zu deiner anderen Frage: Natürlich muss niemand beispielsweise arabische Literatur lesen. Aber man sollte. Wir verpassen sonst viel, und wir verharren in einer eurozentrischen Perspektive. Wir bringen uns selbst um prägende Leseerfahrungen. Das verzerrt den eigenen Blick auf die Welt. Es ist übrigens gar nichts…
Nassir Djafaris „Mahtab” im taz und hr2
Für einen neuen Artikel im taz hat sich Nassir Djafari mit Shirin Sojitrawalla im Frankfurter Palmengarten getroffen, um über sich selbst und sein Buch „Mahtab” zu sprechen. Hier ein kleiner Vorgeschmack: „Djafari erzählt ausnahmslos aus der Perspektive von Mahtab. Er hat sie der eigenen Mutter nachempfunden, sagt er im Gespräch. Es ist nicht ihre Biografie, aber vom Typ her sei sie ihr ähnlich: zurückhaltend und still. Auch ihr Mann Amin erinnere ein wenig an seinen eigenen Vater. Der sei ein sehr fürsorglicher und liebevoller Mensch gewesen. Doch alles andere sei literarisch konstruiert und erfunden, sagt Djafari.” Den kompletten Artikel findet ihr hier. Außerdem: „Wie meine Mutter: Zurückhaltend und willensstark” Ein Podcast von hr2 zum Anhören. Hier gehen hr2-kultur zusammen mit dem Autor Nassir Djafari und den Figuren seines Romans „Mahtab” anlässlich der Frankfurter „Tage des Exils” auf die Spuren der Exilgeschichte der Stadt und fragen, wie diese…
Rückblick Frankfurter Buchmesse 2022
Die diesjährige Frankfurter Buchmesse ist vorbei und auch wenn wir dieses Jahr nicht selbst als Aussteller dabei waren, waren wir doch vor Ort. Dort haben wir jede Menge Eindrücke gesammelt, Gespräche geführt und Veranstaltungen besucht. Natürlich stand die Messe ganz im Zeichen des diesjährigen Gastlands Spanien. Auch wir sind passend ausgestattet: Unser neuer Lyrikband „Prophezeiung nach der Natur“ von Juan Andrés GarcÍa Román wurde zwar von Piero Salabè ins Deutsche übersetzt, die spanischen Originaltexte wurden aber nicht entfernt. So findet man auf jeder Seite eine zweisprachige Version der Gedichte. Bereits im Vorfeld der Messe sorgte Iran für Aufsehen und Diskussionen als sie beschlossen ihre Teilnahme abzusagen. Auch wenn das Land offiziell kein Teil der Messe war, gab es doch einige größere und kleinere Veranstaltungen und Gespräche rund um den Iran und die aktuelle Situation. Auch zu diesem Thema ist vor wenigen Wochen ein Buch bei uns erschienen. „Söhne der Liebe“…
Kolumne von Mahmood Falaki: Satzwende
Mahmood Falaki hat für das Literaturmagazin Bremen eine Kolumne mit dem Titel „Niemandsländische Sprache der Exilliteratur” verfasst. Hier fasst er auf emotionale und poetische Weise die „vier Phasen” der im Exil lebenden Schriftsteller*innen zusammen. Die zweite Phase beschreibt er wie folgt:
Eine neue Rezension zu Fariba Vafis „An den Regen” vom IranJournal
Wir freuen uns über eine neue Rezension zu Fariba Vafis „An den Regen” von Fahimeh Farsaie mit dem Titel „Bitterböse Beschreibungen”, die im IranJournal erschienen ist.
Nassir Djafari in der FNP: „Harter Weg in die Moderne”
Nassir Djafari hat sich mit Gerrit Mai in Frankfurt getroffen, um über seinen neuen Roman Mahtab zu sprechen. Daraus ist ein toller Artikel für die Frankfurter Neue Presse erstanden, der Lust aufs Lesen macht!
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Der Sujet Verlag auf der ADIBF 2022
Der Sujet Verlag nimmt in diesem Jahr an der Abu Dhabi International Book Fair 2022 teil und stellt dort auf dem gemeinsamen Stand der deutschen AusstellerInnen sein Profil mit einem bunten und handverlesenem Portfolio von Kinderbüchern, Romanen und Lyrik vor.
Widad Nabi im zenith-Artikel „Die echten Dichter sind immer Fremde”
Im zenith Magazin ist ein Artikel erschienen, in dem unsere Autorin Widad Nabi neben anderen wichtigen arabischen Autor*innen in der deutschen Literaturszene Erwähnung findet. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf den gut recherchierten Beitrag von Elisabeth Knoblauch:
FeuilletonFrankfurt schreibt über die Buchpräsentation von ‚Eine Woche, ein Leben’
Der FeuilletonFrankfurt hat über die Buchvorstellung am 20.04.2022 zu Nassir Djafaris ‚Eine Woche, ein Leben’ berichtet. Die Veranstaltung fand in der „Fabrik” in Sachsenhausen statt und
Claudia Kramatscheks Rezension zu „An den Regen”
Im SWR2 ist am 10.02. ein Beitrag in der Kategorie ‚lesenswert Kritik’ eine Rezension über Fariba Vafis Buch „An den Regen” erschienen. Wir freuen uns über so eine präzise Beobachtung, die gleich noch viel mehr Lust macht, das Buch zu lesen.
Buchvorstellung ‚Ein Dieb im Dunkeln starrt auf ein Gemälde’
„Die vielen Romane, Erzählungen und auch Gedichte, die in Iran aktuell geschrieben werden, sprechen vom anhaltenden Bedürfnis nach Spiegelung, nach kultureller Erklärung und Umschreibung der gesellschaftlichen Zustände.”
Artikel ‚Schreiben unter Druck’
„Die anderen, die ernstzunehmenden Dichter zahlen für ihre Unabhängigkeit einen hohen Preis, nämlich den einer ständigen Bedrohung durch den Staat. ‚Weinen wir an einem Grab / In dem noch / Kein Toter liegt’, schreibt die 1960 geborene Shahin Mansouri Arani in ihrem Gedicht ‚Messer’: ‚Schärfere Messer / Sind schon unterwegs.’ ”
-Kersten Knipp, DW
Neue Rezension zu „Ungebremst durch Kermanschah”

Über so tolle Feedbacks kann man sich nur freuen!
Jalal Rostami Goran von der dreifach ausgezeichneten Buchhandlung Goethe & Hafis hat für den Bonner General- Anzeiger ein paar Worte zu dem Roman unserer Autorin Maryam Djahani geschrieben:
Neue Rezension zu ‚Wüste oder Meer’

Eine tolle Rezension zu Ahmed Tiabs Roman Wüste oder Meer!
” […] der Roman [lässt sich] gut lesen, mit viel Situationskomik und gelungenen Dialogen. Empfohlen.”
Hier die Rezension von Daniela Neuenfeld-Zvolsky vom EKZ Bibliotheksservice:
Neue Rezension zu ‚Lila Mädchen’

Wir freuen uns über eine so positive Rezension über das Buch unserer Autorin Ibtisam Barakat, das 2021 im Sujet Verlag erschienen ist!
Hier ist die Rezension von Felicitas Maca vom EKZ Bibliotheksservice zu dem Kinderbuch ‚Lila Mädchen’:
Zwischenraum-Interview mit Nassir Djafari
Ein Interview von der Heinrich-Böll-Stiftung ‚Heimatkunde’ mit unserem Autor Nassir Djafari über seinen Debütroman ‚Eine Woche, ein Leben’, Identität und Herkunft und rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse. „Timms Verweigerungshaltung stellt Hamids Lebenstraum, die Fortsetzung des gesellschaftlichen Aufstiegs durch die nächste Generation, in Frage. Ausgehend von diesem Konflikt entfaltet sich die Geschichte, die ich erzähle. Gleichwohl steht die Identitätsfrage nicht im Mittelpunkt meines Romans, sie schwingt stets im Hintergrund mit, wie meistens im Leben.” ‑Nassir Djafari
Podcast vom FMIK e.V. zu ‚Jene Tage’
Cymin Samawatie hat für die Freunde des Museums für islamische Kunst im Pergamonmuseum einen Podcast zu Forough Farrochsads Werk ‚Jene Tage’ gemacht. Sie spricht mit Gästen über die Dichterin und die Aktualität ihrer Texte, sowie über die Vertonung deren Gedichte mit ihrem Trio Cyminology und einiges mehr. Außerdem sind einige Live-Mitschnitte der Veranstaltung ‚Persische Lyrik und Musik’ in der James- Simon- Galerie enthalten, in denen Kurt Scharf die deutsche Übersetzung von Farrochsads Gedichten vorliest und Cyminology einige Originale vorträgt.


















