Beschreibung
Leseprobe
An jenem Nachmittag machten sie Pläne, alle ihre Beobachtungen zu veröffentlichen. Es wären mehrere Bände, jeder über einen bestimmten Aspekt der Neuen Welt: die Geographie, die Botanik, die Zoologie.
Den ersten Band würde Humboldt verfassen, einen Bericht über die Reise und alle Messungen, die sie vorgenommen hatten. Den Band über die Pflanzen sollte Aimé Bonpland schreiben.
Damals begriff Aimé Bonpland, dass diese in mehreren Bänden niedergelegten Beobachtungen nur die Vorbereitung auf das große Werk wären, von dem Humboldt träumte.
Der Titel würde aus einem einzigen Wort bestehen, erhaben, majestätisch.
Er würde alles zusammenfassen, was es auf der Erde und im Weltall gab.
Dieser Titel wäre: Kosmos.
Aimé Bonpland sah Humboldt an. Ihm wurde deutlich, dass er neben dem größten, vollkommensten Wissenschaftler stand, den die menschliche Zivilisation jemals hervorgebracht hatte. Aber gleichzeitig wurde ihm bewusst, was in dem Licht, das von Humboldt ausging, von nun an seine eigene Rolle sein würde.
Rezensionen
„Gestalt im Schatten“ gibt dem Leser eine Art Zugehörigkeit zur geschlossenen und undurchdringlichen Zeit der Vergangenheit, die er nie erreichen könnte, außer auf den Wegen der Literatur und der Imagination.
Prof. Dr. Débora Mutter
Wenn ein Autor weiß, wie man Text und Material kombinieren muss, gerät der Leser in einen Zustand der Schwebe, fällt in ein neu erfundenes Leben und möchte länger bleiben, als die Seitenzahl des Buches zulässt.
Vamberto Freitas, Açoriano Oriental
Assil Brasil ist ein echter Schriftsteller: Niemand würde es wagen, ihn zu fragen, ob das, was er erzählt, wahr ist. Die Frage ergibt keinen Sinn. Wie kann überzeugende Fiktion doch falsch sein? Unmöglich.
Juremir Machado da Silva, Correio do Povo







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