Rezension zu “Tausend Fenster” von Nassir Djafari
Rezension zu “Tausend Fenster” (2026) von landfux.boox Schreibstil Nassir Djafaris Sprache ist ruhig und unaufgeregt. Er setzt nicht auf große Dramatik, sondern auf die Kraft der Zwischentöne. Gerade dadurch entfaltet die Geschichte eine Wirkung, die sich langsam, aber beständig aufbaut. Figuren Pavel ist eine Figur, deren Sehnsucht und Unsicherheit jederzeit spürbar sind. Ich bin ihm gerne auf seinem Weg gefolgt und habe mit jeder Seite gehofft, dass er Antworten findet. Besonders gelungen fand ich, dass später auch Jana, seine in Prag zurückgebliebene Frau, eine Stimme bekommt und die Geschichte dadurch eine neue Perspektive erhält. Was mich bewegt hat Der Roman erzählt nicht nur vom Weggehen, sondern vor allem vom Ankommen. Wie findet man in einer fremden Welt einen Platz für sich, wenn man gleichzeitig ständig auf das zurückblickt, was man verloren hat? Diese emotionale Zerrissenheit zieht sich durch das gesamte Buch und macht viele Gedanken und Entscheidungen der Figuren nachvollziehbar.…
Rezension zu “Cold War, Hot Autumn” von Najet Adouani
Rezension zu “Cold War, Hot Autumn” (2025) von Sabine Schiffner Eine Kindheit in Tunesien voller Schläge und Demütigungen. Gefängnisaufenthalte wegen ihrer Reden und Gedichte, jahrzehntelanges Leben und Schreiben im Exil wegen ihrer politischen Arbeit als Feministin und Menschenrechtlerin und trotzdem drei Söhne alleinerziehend großgezogen, in einem Schriftstellerinnenleben mit viel Krankheit und Einsamkeit: Najet Adouani ist eine tunesische Schriftstellerin, Dichterin und Journalistin, die seit inzwischen fast zehn Jahren in Berlin lebt, wo sie lange Stipendiatin des Writers in Exile-Programm vom Deutschen PEN war. In ihrer neuesten Publikation, dem Kreuzberger Tagebuch „Cold War. Hot Autumn“, das gerade im Sujet Verlag erschienen ist, schildert sie ihr Leben in Tagebuchform, beginnend am 21. September 2022 und endend am 28. Februar 2023. Corona ist zu dieser Zeit immer noch ein präsentes Thema in dem heruntergekommenen Berliner Miethaus mitten in Kreuzberg, in dem Adouani wohnt und in dem lauter verloren wirkende, arme und aus der Gesellschaft…
Rezension des Romans „Tausend Fenster” von Nassir Djafari
Rezension zu “Tausend Fenster” (2026) von Gerrit Wustmann Flucht, Migration und Exil sind Themen, die uns weiterhin beschäftigen werden, solange Despoten Staaten regieren und keinen Widerspruch gegen ihre Machtpolitik dulden. Deswegen sind Menschen aus Syrien nach Europa geflüchtet, deswegen kamen Menschen aus der von Russland angegriffenen Ukraine nach Deutschland, und wenn wir zulassen, dass hierzulande Rechtsextremisten Macht gewinnen, werden Menschen aus Deutschland flüchten müssen. Es sind Themen, die den 1952 in Iran geborenen und mit fünf Jahren nach Deutschland gekommenen Schriftsteller Nassir Djafari seit jeher bewegen, so auch in seinem vierten Roman „Tausend Fenster“. Jahrzehntelang hat er in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet – er kennt die Gründe, aus denen Menschen ihre Heimatländer in der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen, gut. Der Protagonist in „Tausend Fenster“ ist allerdings diesmal nicht Iraner sondern Tscheche. 1972, wenige Jahre nach der Niederschlagung des Prager Frühlings, flüchtet der Reformsozialist und Journalist Pavel Horak aus Prag…
Rezension des Romans „Leben auf Deutsch” von David Scrase
Rezension Autobiografie David Scrasevon Wolfgang Menzel Bereits zwei Tage nachdem Wilhelm Lehmann am 17. November 1968 in Eckernförde gestorben war, erschien in der Londoner Tageszeitung “The Times” ein Nachruf. Wie es zu dieser internationalen Würdigung kam, schildert der Verfasser des Nachrufs, David Scrase, in seiner Autobiographie “Leben auf Deutsch”: Ein junger englischer Germanist, Ende Zwanzig, in Oxford Aushilfsdozent für Deutsch und nebenher an seiner Dissertation über Wilhelm Lehmann arbeitend, bekommt einen Telefonanruf von Freunden aus Bremen, sie hätten im Radio gehört, Lehmann sei gestorben. Ermutigt von anderen Freunden, bietet David Scrase der “Times” einen Nachruf an. Und tatsächlich, man ist interessiert. David setzt sich hin und schreibt; diktiert dann den Text ins Telefon (Internet oder Telefax gab es noch nicht). Und am nächsten Morgen weiß halb England, wer Wilhelm Lehmann war. Ein journalistischer Coup – mehr ein als halbes Jahrhundert später mit typisch britischem Understatement erzählt. Nicht nur diese Anekdote,…
Buchbesprechung und Rezension des Romans „Liebe im Schatten der dunklen Flaggen” von Halim Youssef – Musenblätter
In den Musenblätter ist eine ausführliche Besprechung des Romans „Liebe im Schatten der dunklen Flaggen” von Halim Youssef erschienen. Der 2025 auf Deutsch veröffentlichte Roman greift die Ereignisse rund um den Angriff des sogennaten Islamischer Staat auf die Stadt Kobane im Jahr 2014 auf und verbindet historische Erfahrung mit einer persönlichen, literarischen Perspektive. Youssef, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, erzählt von Liebe, Verlust und Widerstandskraft in Zeiten von Krieg und existenzieller Bedrohung. Die Rezension von Musenblättern würdigt insbesondere die eindringliche Innensicht des Romans und hebt die Bedeutung des Buches für ein deutschsprachiges Publikum hervor. Die vollständige Buchbesprechung finden Sie hier.
Artikel zu Najet Adouani’s „Cold War, Hot Autumn” – Maghreb Magazin
Im Maghreb Magazin erschien ein Artikel über den Roman „Cold War, Hot Autumn“ von Najet Adouani. Der 2025 veröffentlichte Roman (aus dem Englischen üersetzt von Christa Schuenke) führt die LeserInnen in ein Berliner Mietshaus in Kreuzberg – und mitten hinein in das Leben im Exil. Der Artikel im Maghreb Magazin beleuchtet nicht nur die Handlung des Romans, sondern auch seine gesellschaftliche Dimension. Im Zentrum steht eine arme, multikulturelle Nachbarschaft, geprägt von Armut, Sucht und sozialer Unsicherheit – zugleich aber auch von Momenten der Solidarität, Würde und unerwarteter Schönheit. Adouanis poetische Sprache verbindet präzise Alltagsbeobachtungen mit Erinnerungen an ihre tunesische Heimat und schafft so ein vielfältiges Bild urbaner Exilerfahrung. Zum ganzen Artikel kommt ihr hier.
Interview mit Widad Nabi zu “Wurzeln schlagen” – Förderverein Literaturhaus Wiesbaden
Die Autorin Widad Nabi („Wurzeln schlagen”) hat in dem Gespräch des Förderverein Literaturhaus Wiesbaden über ihr Schreiben zwischen Sprachen, über Mutterschaft und über die Frage nach Zugehörigkeit gesprochen. Anlass des Interviews ist unter anderem die Auszeichnung ihres Gedichts „Ein Kontinent namens Körper” mit dem renommierten Premio Internazionale Camaiore sowie die Veröffentlichung ihres aktuellen Essaybands. Im Interview spricht Widad Nabi nicht nur über die überraschende Erfahrung in Italien, sondern auch über ihr Leben zwischen Kurdisch, Arabisch und Deutsch. Sie beschreibt, wie Sprache Identität formt – und wie sich mit der Geburt ihres Kindes die Frage nach dem „Wurzeln schlagen” in Deutschland neu und dringlich gestellt hat. Zitat aus dem Interview: “Wenn meinem in Berlin geborenen Kind – das Deutsch als Muttersprache spricht und dessen ganzes Leben hier stattfindet – erlaubt wird, in diesem Land Wurzeln zu schlagen, dann werde auch ich es ihm gleichtun und ebenfalls Luftwurzeln schlagen.” Zum ganzen Interview…
Artikel zu “Mitternachtssammler” von Gerrit Wustmann auf Qantara
Der Autor Gerrit Wustmann (“Sterben in deinem Geweih”) hat einen Artikel im Onlinemagazin Qantare zum neuen Roman “Mitternachtssammler” von Zia Qasemi geschrieben. In diesem wirft der Journalist nicht nur einen Blick auf die Handlung des Romans, sondern auch auf dessen politische Relevanz. Zitat aus dem Artikel: “Die bisweilen in märchenhaftem Duktus erzählte Geschichte spricht von Glauben und Aberglauben sowie von der Kunst, Dinge, die aufgrund von Bildungsmangel unerklärlich erscheinen, als Zeichen zu deuten. Es geht darum, Halt in der Religion zu finden, jedoch ohne auf Fundamentalismus zurückzugreifen.” Zum ganzen Artikel kommt ihr hier.
Rezension zu “Mitternachtssammler” von Lesenswertes aus dem Bücherhaus
Wir freuen uns, dass Manuela Hahn von Lesenswertes aus dem Bücherhaus eine Rezension zu “Mitternachtssammler” von Zia Qasemi geschrieben hat. Zitat aus der Rezension: “Beeindruckt hat mich, wie ruhig und unaufdringlich Qasemi erzählt. Er bewertet und urteilt nicht, er zeigt. Die Deutung überlässt er den Leserinnen und Lesern.” Die ganze Rezension lest ihr hier.
Atef Abu Saif zum Gaza Krieg auf der Frankfurter Buchmesse
Atef Abu Saif war zu Gast bei der Frankfurter Buchmesse 2025. Auf dem phillipinischen Pavillion gab es mit drei weiteren Autoren ein intensives Gespräch über die Rolle der Literatur in Zeiten des Gaza-Krieges. Auf den Seiten Nachrichten Österreich (klickt hier) und msn (klickt hier) gab es jeweils einen Bericht über diese Veranstaltung. Werft gerne einen Blick rein!
Leben in der Schwebe – Rezension aus dem Deutschlandfunk von Angela Gutzeit
Im Deutschlandfunk spricht Angela Gutzeit in ihrem Podcast (Folge 17.01.2025) über den pälästinensichen Roman “Leben in der Schwebe”, von Abu Atef Saif. In der Folge gibt es auch eine genauere Skizzierung des Buches vom renommierten Übersetzer Hartmut Fähndrich höchst persöhnlich. Zur Rezension geht es hier.
Leben in der Schwebe – Buchkritik im Podcast Studio 9
Atef Abu Saifs Roman “Leben in der Schwebe” war in der Folge vom 18.01.2025 das Gesprächsthema im Podcast Studio 9. Die Buchkritikerin Claudia Kramatschel gibt in ihrer Rezension einen tieferen Einblick in das Buch des palästinensischen Autors und Politiker.
Rezension zu Doğan Akhanlıs „Sankofa“ von @lettera_tour
Wir freuen uns über eine neue Rezension zu Doğan Akhanlıs Buch „Sankofa“ von Yannick Dreßen @lettera_tour. . Doğan Akhanlı verknüpft, was auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheint – und webt daraus einen großartigen Roman! […] Der zuständige Oberleutnant macht sich auf die Suche nach dem Entflohenen und findet 2370 Briefe, die der Inhaftierte seiner Frau aus der Gefangenschaft hat zukommen lassen. Er beginnt sie zu lesen und schon bald bringen die Worte einen Stein in ihm zum Rollen, einen Stein, der rasch zu einer Lawine anschwellen und eine folgenschwere Entscheidung anstoßen wird. Hier geht’s zum Instagram Post mit der vollständigen Rezension! Hier geht’s zum Buch!
Warum hinter „Weltliteratur“ oft ein westlicher Blick steckt von Gerrit Wustmann auf Qantara.de
Auch wenn das kaum jemand gerne zugibt, aber nichtwestliche Literatur in deutscher Übersetzung ist (auch hier: von wenigen Ausnahmen abgesehen) ein Zuschussgeschäft, das sich kaum je von selbst trägt. aus: “Bücher in Übersetzung – Warum hinter ‘Weltliteratur’ oft ein westlicher Blick steckt” von Gerrit Wustmann Gerrit Wustmann hat über Qantara.de sein Essay “Bücher in Übersetzung – Warum hinter ‘Weltliteratur’ oft ein westlicher Blick steckt” veröffentlicht. Den vollständigen Text kann man hier lesen Wer tiefer in Wustmanns Ansichten zu diesem Thema eintauchen will, kann sein Buch “Weltliteratur” lesen
Occupied, destroyed, embattled, in turmoil: Quo vadis Palestine? – Gespräch mit Autor Atef Abu Saif auf der Frankfurter Buchmesse 2024
Wichtige Information für all diejenigen, die nicht auf der Frankfurter Buchmesse 2024 sein konnten, aber dennoch einen kleinen Einblick bekommen möchten: Hier könnt ihr euch das ganze Gespräch mit Atef Abu Saif und der Moderatorin Kristin Helberg vom Samstag, den 19. Oktober ansehen Hier geht’s zu seinem Roman “Leben in der Schwebe” und hier könnt ihr mehr zu dem Autor erfahren
Rezension zu Doğan Akhanlıs “Sankofa” auf Kommbuch-Newsletter (kommbuch.com)
“Sankofa” ist ein gewaltiges Plädoyer für ein Verständnis von Gegenwart, das aus dem Rückblick auf die Geschichte erwächst und in die Zukunft führt – und die ist keineswegs hoffnungslos. Unbedingt lesen!” – Irmgard Hölscher, Frankfurt a.M. Wir freuen uns sehr über die positive Rezension im aktuellen Kommbuch-Newsletter zu “Sankofa”, in dem der Roman einer der sieben aktuellen Empfehlungen ist! Die ganze Rezension ist hier abrufbar Und wenn euch der Beitrag neugierig gemacht hat, könnt ihr das Buch selbstverständlich bei eurem Buchhändler des Vertrauens oder über unseren Webshop kaufen!
Deutschlandfunk Büchermarkt – Recai Hallaç zu Doğan Akhanlı: „Sankofa“
Im Deutschlandfunk Büchermarkt lief ein sehr schöner Beitrag über Doğan Akhanlıs: „Sankofa“. Dort redete der Übersetzer Recai Hallaç im Gespräch mit Dina Netz über das Buch und das Leben von Doğan. Es war ein interessantes und auch informatives Gespräch und ein Muss für alle, die das Buch bereits gelesen haben, oder noch unsicher sind, ob sie das Buch lesen wollen (Hinweis: Es lohnt sich definitiv ) Den Link zum Gespräch findet ihr hier
“Hoffnung ist wie Wasser am Baum des Lebens” – 3sat Kulturzeit – Beitrag zu “Leben in der Schwebe” & Interview mit Atef Abu Saif
Atef Abu Saifs Roman “Leben in der Schwebe” über das Leben im Gazastreifen erschien erstmals in deutscher Sprache, parallel dazu lief im 3sat-Format Kulturzeit nicht nur ein Beitrag über das Buch, sondern auch ein Interview mit Saif selbst. “Hoffnung ist wie Wasser am Baum des Lebens”, sagt er darin, und: “Das Schreiben hält uns am Leben.” Die vollständige Folge Kulturzeit vom Donnerstag, den 9. Januar, ist noch bis zum 9. April 2025 in der 3sat-Mediathek abrufbar (Minute 9) Das Interview mit Saif und der Beitrag zum Buch lassen sich noch bis zum 9. Januar 2027 abrufen
Rezension “Versteh einer die Deutschen” auf bodo – Wie wichtig Brot ist
Wir freuen uns sehr über die Rezension von “Versteh einer die Deutschen” in der aktuellen Ausgabe des bodo-Straßenmagazins. „Es ist bemerkenswert, wie Akhlaqi von der naiven Alltagsbeobachtung über die Reflexion der eigenen Fremdheitserfahrung zu den großen philosophischen Fragen gelangt.” Die vollständige Rezension könnt ihr hier auf Seite 39 lesen.
“Versteh einer die Deutschen” – Rezension von Martin Gerner
“Hartnäckig sieht er hin, ironisierend verarbeitet er das Erlebte im Gastland. Es fängt an mit einer elementaren Frage für einen Afghanen in Deutschland: Warum sind deutsche Toiletten so fremd, das Klopapier scheinbar eine Zumutung? Auf der Klobrille beginnt die Gedankenreise des Autors durch deutsche Welten.” Das schreibt Martin Gerner über Taqi Akhlaqis Roman, der, wie der Autor erzählt, ein Buch für Deutsche und nicht für Afghanen ist. Wir freuen uns sehr über seinen Beitrag im BR24, in dem auch Akhlaqi selbst zu Wort kommt und erzählen kann, wie er von seiner streng religiösen Familie in Afghanistan nach Deutschland kam, wo er seine eigene Religion hinterfragte. In seinen Erzählungen halte er, so Gerner, den Deutschen mit einem Augenzwinkern den Spiegel vor. Den ganzen Beitrag kann man hier hören.
Die Letzten Tage von Ost und West – Sankofa Beitrag von Gerrit Wustmann im ROCKS
Wir freuen uns sehr über den Artikel zu Sankofa im ROCKS. Geschrieben hat ihn Gerrit Wustmann. Das Leben als Reise mit offenem Ende, der Mensch als Spielball von Menschen und Weltgeschichte, all das hat Doğan Akhanlı nie zuvor so eindrucksvoll zu einem vielschichtigen literarischen Monument verwoben, wie in Sankofa”
Beitrag über die Lage in Syrien mit Jabbar Abdullah im WDR3
Wir freuen uns sehr über den Beitrag im WDR3 Format Mosaik: Der Archäologe Jabbar Abdullah lebt in Deutschland und hofft nach dem Umsturz in Syrien auf eine bessere Zukunft in seiner Heimat. Auch die Kultur habe nach Jahrzehnten der Diktatur und Jahren des Krieges die Chance, sich frei zu entwickeln.
Rezension zu “Sankofa” von Gerrit Wustmann
Gerrit Wustmann hat eine wunderschöne Rezension zu “Sankofa” auf 54books.de veröffentlicht. Die tiefe Verbindung zwischen ihm und Doğan Akhanli ist in jeder Zeile anzumerken und ist eine Hommage an einen wunderbaren Schriftsteller, der viel zu früh von uns gegangen ist. Vielen Dank für diese Rezension, Gerrit. Schriftsteller wie Doğan Akhanlı sind für Despoten gefährlich, weil ihre Werke und Stimmen das Fundament jeder demokratischen Idee sind. Deshalb geraten sie auch stets als erste ins Schussfeld, wenn Staaten ins Autoritäre und Antidemokratische kippen.” Der Sankofa ist ein mythischer Vogel aus Ghana, der im Flug stets nach hinten blickt. In der Betrachtung der Vergangenheit sieht er die Zukunft. Der Sankofa könnte das Motto für alle von Doğans Büchern und anderen Werken sein. Was immer er schrieb, stand im Bewusstsein kultureller und historischer Bildung.” Und es sind flüchtige, oft zufällige Begegnungen, Kreuzungen von Lebenswegen so willkürlich wie die Machtjustiz despotischer Staaten, aus denen Doğan…
Rezension zu “Sankofa” von Martin Oehlen in der Frankfurter Rundschau
Vielen Dank für die Rezension zu “Sankofa” in der Frankfurter Rundschau! Dogan Akhanli entwirft in „Sankofa“ ein breites Panorama. Geographisch reicht es von Anatolien bis ins Rheinland, zeitlich von der türkischen Militärdiktatur der 1980er Jahre bis zum Beginn der Pandemie im Jahre 2020. Historische Ereignisse scheinen da und dort auf – die Ermordung des Journalisten Hrant Dink ebenso wie der NSU-Prozess.” Ja, die politische Unterdrückung und tatkräftige Solidarität, von der „Sankofa“ handelt, hat Akhanli selbst erfahren. Gleichwohl ist dies weder ein Dokumentarroman noch eine Autofiktion. Auf mehr als 500 Seiten und in vier Großkapiteln werden zahlreiche starke Persönlichkeiten vorgestellt.” Zum Artikel
Rezension von Gerrit Wustmann zu “Versteh einer die Deutschen”
Wir freuen uns sehr über die Rezension von Gerrit Wustmann auf Qantara.de zu Taqi Akhlaqi’s “Versteh einer die Deutschen”. Dort beschreibt er sehr gut die Aufnahme- und Unterstützungsbereitschaft der Deutschen, die damals, als Taqi ankam, herrschte, und die leider Stück für Stück verloren geht. Genau deshalb sind Bücher wie die von Taqi so wertvoll, damit wir nie den Blick für andere Menschen verlieren. Die Monate, mitten im Winter, verbrachte Taqi Akhlaqi allerdings nicht nur in Schreibklausur. Er reiste viel, sah sich Städte an, gab Lesungen und sprach an Schulen mit Jugendlichen. Eine bereichernde Erfahrung, einerseits. Andererseits musste er dort erleben, was so gut wie jeder Autor erfährt, der aus einer Krisenregion nach Deutschland kommt: Ob Publikum oder Moderation oder Presse, alle befragten ihn zur politischen und zur Sicherheitslage in seinem Heimatland.” Viel lernt man über Afghanistan und noch mehr über den Blick von außen auf den deutschen Alltag samt…
Sujet Verlag auf ZDFinfo
Wir sind wirklich sehr erfreut euch zu berichten, dass am 24. Oktober ein Beitrag über unseren Verlag auf ZDFinfo um 7:40 – 7:55 Uhr erscheinen wird. Für all diejenigen, die zu dieser Zeit den Fernseher nicht einschalten wollen bzw. können, kann man den Beitrag auch jederzeit in der ZDFinfo Mediathek ansehen. Wir bedanken uns vielmals bei Abdul-Ahmad Rashid und seinem netten Kamerateam, die ein sehr interessantes Gespräch mit Madjid geführt haben und unseren Alltag im Sujet Verlag begleitet haben. Es war eine unvergessliche Erfahrung und eine Möglichkeit, dem Sujet Verlag eine neue mediale Reichweite zu verschaffen.
Rezension von “Sankofa” geschrieben von Daniel von Mediennerd.de
Wir freuen uns sehr über die positive Rezension von Daniel von Mediennerd.de über “Sankofa”! Als ich Sankofa von Doğan Akhanlı in die Hand nahm, wusste ich, dass mich ein tiefgründiges und emotional aufgeladenes Werk erwartet. Akhanlıs Sprache ist präzise und eindringlich. Er verliert sich nie in belehrenden Tönen, sondern lässt die Geschichten für sich sprechen. Dabei lädt er uns Leser ein, Fragen zu stellen, die weit über die individuelle Geschichte hinausgehen. Besonders die Fähigkeit, verschiedene Zeitebenen und geografische Schauplätze nahtlos miteinander zu verbinden, beeindruckt mich.” -Zitat von Daniel von Mediennerd.de Hier geht’s zur vollständigen Rezension
Einblicke in die Lesung am 27. September mit Nassir Djafari
Wir haben uns sehr über die Lesung am 27. September mit Nassir Djafari gefreut. Es war ein sehr interessanter und schöner Abend. Vielen Dank an alle Mitwirkenden. Hier gibt es ein paar Einblicke aus der Lesung.
Deutscher Verlagspreis 2024
Wir haben es geschafft! Der Sujet Verlag wurde mit dem Verlagspreis 2024 ausgezeichnet! Vielen Dank an alle, die uns unterstützten. Der Verlagspreis 2024 ist eine große Ehre für uns. Er ist nicht nur eine Anerkennung unserer Arbeit, sondern auch ein Ansporn, weiterhin hochwertige Literatur zu verlegen. Wir danken unseren Autoren, deren Vertrauen und Kreativität die Grundlage unseres Erfolgs sind. Unser herzlicher Dank gilt unseren Übersetzern, Lektoren, Mitarbeitern und natürlich unseren Lesern, die uns seit Jahren begleiten. Dieser Preis ist eine Bestätigung dafür, dass sich unser Engagement für eine vielfältige und anspruchsvolle Literatur lohnt. Gleichzeitig wollen wir auch den anderen Preisträgern gratulieren. Dieser Preis ist nicht nur für uns eine Ehre, sondern auch ein Zeichen der Anerkennung für alle kleinen Verlage, die mit Leidenschaft und Überzeugung für die Literatur kämpfen. Sie alle sind Vorbilder für eine lebendige und vielfältige Buchlandschaft.
28 Jahre Sujet Verlag
Liebe Freund:innen des Sujet Verlags, gestern, am 15.September 2024 ist unser Verlag 28 Jahre alt geworden. Ein langer Weg liegt hinter uns, doch ohne die großartige Zusammenarbeit mit unseren Autoren, Übersetzern und Graphikern, Lektoren und Wegbegleitern, die uns seit Anbeginn zur Seite stehen und uns mit ihrer Unterstützung durch Höhen und Tiefen tragen, wäre es nicht möglich gewesen diesen Weg zu gehen. Insbesondere in den letzten Wochen, die für uns wie für viele andere kleine Verlage sehr schwierig waren, weshalb wir immer wieder um Unterstützung baten. Spenden, Bücherbestellungen und viele ermutigende Botschaften haben mir und dem Verlag daraufhin wiederholt das Gefühl geschenkt, dass wir in dieser Welt nicht verloren sind, sondern getragen von einer Gemeinschaft, die uns in dunklen Zeiten Licht schenkt. Das Ergebnis waren Interviews und eine Welle von Aufmerksamkeit in den sozialen Medien, getragen von Bloggern und Institutionen wie dem Börsenverein, die unsere Arbeit mit Herz und Stimme…



























