FrieSchLa

FrieSchLa ist eine Vereinfachung von Friederike Schmidt-Landwehr. Die Diplom-Mineralogin ist 1958 in Augsburg geboren. Zuerst studierte sie Germanistik in München, wechselte dann jedoch zu den Naturwissenschaften. Nachdem sie ihren Abschluss in Münster gemacht hatte, bekam sie eine Stelle als Doktorandin. Da sie sich das Verfassen von wissenschaftlichen Texten als Tätigkeit gut vorstellen konnte und den Wiedererkennungswert ihres Namens nicht verlieren wollte, nahm sie bei der Heirat mit ihrem Mann einen Doppelnamen an. So kam es zu dem langwierigen Namen Schmidt-Landwehr.
Anschließend war sie acht Jahre in der freien Wirtschaft tätig, zuerst als Laborleiterin in einem Unternehmen des Landhandels und dann drei Jahre als Gutachterin bei einem geologischen Büro.
Im Jahr 2000 erlitt sie aufgrund eines Unfalls während der Schwangerschaft mit ihrem dritten Sohn eine Blutung am Stammhirn. Dieser Vorfall veränderte ihr Leben grundlegend. Lange Zeit verbrachte sie auf der Intensivstation und in der REHA, bevor sie im Herbst 2001 nach Hause kam. Seitdem ist sie täglich im Aphasiezentrum in Vechta.
Geschriebene Sprache und Verstand sind nicht betroffen, jedoch ist durch eine Facialisparese eine Sprechstörung gegeben. Aus ihren Erfahrungen heraus entstand das Bedürfnis, Menschen mit einem ähnlichen Schicksal zu helfen: „Wenn man so viele Jahre wie ich ins Aphasiezentrum geht, bleibt ein Gespür für die Nöte der Aphasiker nicht aus.” Deswegen schrieb sie das Buch Wenn man riesengroße Ohren hätte und begann später das Buchprojekt Eulen-Hannes, das Buch für Aphasiker, Deutsch-Lernende und Personen, die sich aus anderen Gründen mit dem Lesen schwer tun.

Bisher von FrieSchLa im Sujet Verlag erschienen: in Zusammenarbeit mit Mahmood Falaki: Eulen-Hannes (2019)

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