Sādeq Hedāyat

Biographie

Er ist der Verfasser zahlreicher Kurzgeschichten, dreier Dramen, einer Sammlung mit Satiren und des berühmtesten persischen Romans der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber auch vieler anderer Schriften wie z.B. der in diesem Buch veröffentlichten aus dem Jahr 1934. Außerdem übersetzte er zahlreiche westliche Schriftsteller wie Maupassant, Tschechow, Rilke, Poe, Schnitzler, Sartre und Kafka ins Persische.
Er wurde am 17. Februar 1903 in eine iranische Adelsfamilie in Teheran geboren. 1924 erschien in Teheran sein erstes Buch. 1925 wurde er zusammen mit einigen anderen Studenten mit einem Stipendium der Regierung nach Belgien geschickt und siedelte bald nach Frankreich über. Er wechselte mehrfach das Studienfach und den Studienort, litt unter Selbstzweifeln und Depressionen und unternahm 1929 einen Selbstmordversuch, wurde aber gerettet. 1930 kehrte er, ohne sein Studium abgeschlossen zu haben, nach Iran zurück.
Mehrfach wechselte er die Anstellung, wurde u.a. für das Außenministerium tätig, schied aber 1936 aus, um nach Bombay zu gehen. Dort beschäftigte er sich mit der vorislamischen Religion Irans und lernte Mittelpersisch (Pahlavi). Als erster Iraner der Neuzeit übersetzte er aus dieser Sprache ins Neupersische. Dort schrieb er seinen berühmten Roman Die blinde Eule. Nach Iran zurückgekehrt, wurde er Übersetzer für die Fakultät für Schöne Künste der Universität Teheran. 1951 ging er wieder nach Frankreich; am 9. April desselben Jahres setzte er in Paris seinem Leben ein Ende, indem er den Gashahn aufdrehte.

Zuletzt Erschienen

Die Verse des Omar Chayyām

Den Versen von Omar Chayyām (1048 – 1131), dem persischen Dichter, Mathematiker, Philosophen und Astronomen, kann man sich nicht entziehen, sie gehen unter die Haut. Unausweichlich konfrontieren sie uns mit der Endlichkeit der eigenen Lebenszeit. Wir wissen nicht, woher wir kommen noch wohin wir gehen. Was wir haben, ist allein das Jetzt, der Augenblick. 

Erfreuen wir uns am Heute, denn das Morgen hat niemand gesehen.

Aus dem Persischen von Kurt Scharf

Interesse an unserem Newsletter?