Pascal Manoukian: Nachtvögel

24,80 

Pascal Manoukian war Pressefotograf, Journalist und Leiter der Medienagentur Capa. In der 2013 erschienenen Reportagen-Sammlung Le diable au creux de la main verarbeitete er seine Erfahrungen als Reporter in den Konfliktregionen der Welt. Manoukian sagt über sich, es seien seine armenischen Wurzeln, die ihn immer wieder den Finger in die Wunden dieser Zeit legen ließen: Konflikte, Krisenherde und das Los derer, die zur falschen Zeit am falschen Ort zur Welt kamen.
Nachtvögel ist sein erster Roman.

Europa 1992. In Villeneuve-le-Roi bei Paris treffen sie aufeinander: Virgil, der in einem LKW-Unterboden aus Moldawien geflohen ist, Chanchal aus Bangladesch und der Somalier Assan, der seine Tochter Iman vor Bürgerkrieg und Unterdrückung zu retten versucht. Sie kommen als Vorhut der vielen, die in den darauffolgenden Jahren Europas Grenzen überwinden werden. Als „Sans-Papiers“ schlagen sich die vier in Frankreich durch, bilden eine Schicksalsgemeinschaft, erleben Misshandlung, Ausbeutung und Verachtung, aber auch Solidarität und Menschlichkeit.

Aus dem Französischen von Dorothee Calvillo

Roman | 1. Auflage September 2017 | Seiten: 394 | Preis: 24,80€ (gebunden mit Schutzumschlag) | ISBN: 978-3-96202-002-6

Artikelnummer: 978-3-96202-002-6 Kategorie:

Beschreibung

Im Original erschienen unter dem Titel Les échoués

Mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Prix Première und dem Prix Mieux comprendre l‘Europe

Rezensionen und Presse:

Der Freitag:

Assan und seine Tochter Iman flüchten im Jahr 1992 aus Somalia. Ihr Ziel: Frankreich. Sie gehören zu den Ersten, die die teure und harte Reise auf sich nehmen, um Krieg und Elend in der Heimat zu entgehen. Zur selben Zeit macht sich Virgil von Moldawien aus auf den Weg, eingezwängt im Unterboden eines Lkws. Der alte Mann, der in der Dunkelheit seine Hand hält, stirbt. Im gelobten Land angekommen, muss er in einem Erdloch im Wald schlafen, stets in panischer Angst, entdeckt zu werde…mehr

Rocks Magazin:

„Natürlich kannte er das. Schwarze, Juden, Araber, Hindus, Reiche, Arme Legale und Illegale, einfach alle kannten es – von den Slums in Dakha bis in die Bergdörfer der Karpaten.” Geimeint ist „Gimme Shelter” von den Rolling Stones. Der song verbindet jene, die keine Zuflucht finden… mehr

Victoria Garain, Le Point.fr:

Les échoués, der erste Roman des Auslandsreporters und Generaldirektors der Agentur Capa, Pascal Manoukian, lädt uns ein, einen neuen Blick auf die Immigration zu werfen, auf die vielen Frauen und Männer, für die das Exil schlichtweg eine Frage des Überlebens ist.

Doan Bui, Le Nouvel Observateur:

Der Migrant ist transparent. Er verschmilzt mit der Nacht und der Dunkelheit, er muss „weitab von den Lichtern, im Halbdunkel, am Rand, hinter den Kulissen leben“. Er weiß genau, er ist überzählig, er muss verschwinden, um zu überleben. Les échoués ist der Roman derer, die unser Jahrhundert nicht sehen will.

Marianne Payot, L‘Express Livres:

Virgil, der Bulldozer, Assan, der Tapfere und Chanchal, der Poet werden noch lange durch unsere Gedanken wandern.

Le Figaro littéraire:

Die Geschichte wird auf zutiefst menschliche Weise erzählt. Von innen heraus. Denn dort findet sich das, was keine Kamera, keine Reportage erfassen kann.

 

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