Adonis

Biographie

Adonis (Ali Ahmad Saïd Esber) wurde 1930 in Qassabin in Syrien geboren, lebt allerdings seit 1985 in Paris. Den Namen Adonis lieh er sich von dem syro-phönizischen Vegetationsgott, um ein Gedicht zu veröffentlichen. Damals war er 17. Heute veröffentlicht er noch immer Lyrik, aber auch Essays zählen zu seinem Werk – das Pseudonym ist geblieben. Adonis studierte an den Universitäten Damaskus und Beiruts und wurde bisher mit zahlreichen Literaturpreisen in Frankreich, Italien, der Türkei und im Libanon ausgezeichnet.
2001 erhielt er die Goethe-Medaille und 2011 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt. 2013 wurde ihm der Petrarca-Preis verliehen, 2015 der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück. Außerdem gilt er als regelmäßiger Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis.

Zuletzt Erschienen

Gewalt und Islam

Der Gesprächsband des syrisch-libanesischen Lyrikers Adonis und der Psychoanalytikerin Houria Abdelouahed hat in Frankreich viel Aufsehen erregt. Auch hierzulande wurde Adonis 2016 im Rahmen der Verleihung des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises kontrovers diskutiert. In ihrem Gespräch geht es um das Verhältnis zwischen Religion und Politik und dem modernen arabischen Menschen, der sich laut Adonis nicht entwickeln kann, solange der Islam seinen starken Einfluss auf alle Bereiche des Lebens in der arabischen Welt ausübt.

Aus dem Französischen von Christine Belakhdar übersetzt

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