Rezension: ‚An den Regen‘ (Faribā Vafī) im IranJournal
Am 22. Mai 2022 ist eine Rezension zum Werk Faribā Vafīs im IranJournal erschienen:
Mit der Etikettierung „Frauenliteratur“ kam nach dem Ende des achtjährigen Krieges zwischen Iran und Irak (1980 – 1988) eine literarische Welle im Iran auf, die sich sowohl von den bisher herrschenden allzu artifiziellen Erzählweisen als auch von der politisierenden Literatur absetzte. Großgeschrieben wurde nun die authentische Erfahrung von Frauen, die Abkehr von Emotionalität und die Hinwendung zu einer neu gefundenen Rationalität: All dies charakterisierte die Sehnsucht einer neuen Generation von Schriftstellerinnen nach eigenständigen Narrativen.
Bis dahin war das literarische Bild der iranischen Frau geprägt vom historischen Narrativ im Patriarchat, demzufolge die „weibliche Natur“ grundsätzlich dem Mann unterlegen ist. So schufen die männlichen Autoren in absoluter Abwesenheit ihrer Kolleginnen zwar zahlreiche weibliche Figuren, die in ihren Romanen aber stets eine Nebenrolle spielten und ausschließlich als ungebildete, fürsorgliche Mutter und hingebungsvolle Hausfrau im Dienst des oft brutalen Ehemanns fungierten. Das Gegenbild dieser Figur war die Prostituierte, die traditionelle und moralische Konventionen missachtete.
Die volle Rezension findet Ihr hier.