Artikel: ‚Satzwende‘ von Mahmood Falaki
Am 19. Mai 2022 ist eine Kolumne im Literaturmagazin Bremen von Mahmood Falaki mit dem Titel Satzwende erschienen. Den vollen Artikel findet Ihr hier.
Und hier ist ein kleiner Vorgeschmack:
In der ganzen menschlichen Geschichte haben Schriftsteller*innen Teile ihres Lebens im Exil verbringen müssen: Ovid, Dante, Heine oder Bertolt Brecht, Familie Mann, Anna Seghers, Vicky Baum, E.M. Remarque während der Naziherrschaft, an die viele bei „Exilliteratur“ denken.
Dabei entsteht diese Art Literatur weiterhin in allen westlichen Ländern, geschaffen von orientalischen, asiatischen oder afrikanischen exilierten Autor*innen.
Alle Heimatvertriebenen leiden im kulturellen Schwebezustand, doch für Schriftsteller*innen ist die Lage schmerzhafter. Der Mangel an Sprachkenntnissen bedeutet den Verlust von Kommunikation. Für Autor*innen kommt zum Verlust der Sprache der Verlust des Publikums. Ohne Sprachkenntnisse ist es unmöglich Werke einer literarischen Öffentlichkeit vorzulegen. Gedichtet wird nun in einer Sprache, die keiner versteht, außer der kleinen Gruppe emigrierter Landsleute, die ihr eigenes Ghetto bilden.