Rezension zu „Liebe im Schatten der dunklen Flaggen” (2025)
von Martina Häusler für den Borromäusverein
Die Liebe eines jungen Paares gibt Hoffnung trotz des Schreckens des Krieges.
Rodi ist verliebt, seine Augen sind Zeugen. Doch wo ist Platz für die Liebe, wenn von allen Seiten Gefahr droht? IS-Kämpfer aus aller Welt wollen die kurdische Stadt Kobane einnehmen, und die Einwohner der Stadt, darunter viele junge Frauen, greifen zu den Waffen. Als Rodis Vater Opfer eines Anschlags wird, bricht für die Familie eine Welt zusammen, doch es kommt noch schlimmer, auch einige seiner Geschwister verlieren ihr Leben und der Rest der Familie flieht in die benachbarte Türkei. Als die IS-Kämpfer besiegt zu sein scheinen, kehren die Familien von Rodi und seiner Freundin Perwin in ihre zum großen Teil zerstörten Häuser zurück. Hoffnung macht Rodi seine bevorstehende Hochzeit. Sie soll Sinnbild dafür sein, dass die Liebe stärker ist als jede Gewalt. Doch am Tag ihrer Hochzeit schlagen die IS-Kämpfer erneut zu. – Aus unterschiedlichen Perspektiven führt uns der Autor die Schrecken der IS-Herrschaft vor Augen und lässt die Toten ihre Geschichte erzählen. Überaus lesenswert und breit einsetzbar.




