Description
Im Zentrum des Gedichtebandes „Symbolon“ von Martin Bührig steht ein antikes Zeichen: das Symbolon – ein zerbrochenes Erkennungsstück, dessen zwei Hälften erst im Wiederzusammenfügen ihre Bedeutung entfalten. Ausgehend von diesem Bild entfaltet Bührig eine vielsichtige poetische Reflexion über Zugehörigkeit, Identität, und das Verhältnis von Ich und Du.
Seine Gedichte kreisen um Nähe und Distanz, Erinnerung und Erwartung und fragen, was es bedeuted, fragmatisch zu sein – und was geschieht, wenn Bruchstücke einander begegnen. Beziehung erscheint dabei nicht als bloßes Versprechen, sondern als Herausforderung, als Erkenntnisprozess und als Ort der Bewährung.
Gleichzeitig treten die Texte in einen kritischen Dialog mit der Gegenwart: In einer Zeit flüchtiger Bindunge behauptet „Symbolon“ die Tiefe von Verbindung und die Wiederständigkeit echter Resonanz. So wird der Band zu einem poetischem Versuch, das Getrennte lesbar zu machen – und im Wort einen Ort zu finden, an dem sich zwei Hälften begegnen können.






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