Eva Korhammers Rezension zu Inge Bucks „Corona Tagebuch”

Im Individuellsten wird das Allgemeine sichtbar“, teilt uns Adorno mit. Er hätte Inge Bucks persönlich gefertigte Rüstung gegen einen unsichtbaren Feind zu schätzen, womöglich zu nutzen gewusst.” Von Autor*innen, die im Leben stehen, wird er fast erwartet, ihr Beitrag zu der Pandemie, die unsere Gegenwart bestimmt. Dass auch Inge Buck hellhörig geworden ist, verwundert nicht, überschreitet sie doch schon lange mit ihren Texten Grenzen und bietet Ansätze für Verständigung. Corona Tagebuch steht denn auch über Inge Bucks jüngstem Werk, und sein aus dem

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Zweisprachige Lyrik von Widad Nabi erschienen

Vor einem Jahr erschien Widad Nabis Lyrikband „Kurz vor dreißig, …küss mich“ im Sujet Verlag. Er hat uns so gut gefallen, dass wir ihn jetzt noch mal herausgebracht haben, diesmal als zweisprachige Edition mit dem Arabischen Original neben der Deutschen Übersetzung. Widad Nabi, die selbst aus Syrien nach Deutschland geflüchtet ist und über ihre Fluchterfahrung sowie ihr Leben in Syrien und Deutschland schreibt,  ist ein regelrechter „Rising Star“ der hiesigen Lyrikszene. Man schaue sich die spannenden Interviews an, die auf ihrer Autorenseite verlinkt

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Neue Kurzgeschichten von Fabian Schefold mit Collagen von Monica Schefold

Fabian Schefolds „Herr A- Arbeitsgeschichten” ist ein Band mit humorvollen Kurzgeschichten über den Arbeitsalltag. Gerade an so grauen Tagen wie diesen lässt es sich gut schmunzeln mit Fabian Schefolds Beobachtungen zur Absurdität des Arbeitsalltages.  Ein Überarzt, der nur ein abgebrochenes Germanistikstudium vorweisen kann, übernimmt die Fälle, bei denen die Fachärzte nicht mehr weiter wissen und eine Persönlichkeitsstylingmanagerin berät Menschen, die nach Arbeit suchen, zu ihrem Charakter. Beim Lesen fragt man sich häufig, ob diese Berufe von Schefold erfunden wurden oder tatsächlich existieren –

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Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so” – Amir Shaheen im Interview mit Journalistin Marie Veelen

Ein gebürtiger Altaener zum Thema Migration” – in einem kleinen Interview mit Marie Veele verrät Autor Amir Shaheen seinen lieben LeserInnen interessante Einzelheiten über seinen neuen Roman „Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so” und äußert sich dazu noch zu dem aktuell vieldiskutierten Themen Rassismus und damit zusammenhängende Polizeigewalt.  Link zum Beitrag: https://www.come-on.de/lennetal/altena/ich-kein-auslaender-heisse-autor-amir-shaheen-berichtet-ueber-sein-neues-buch-thema-migration-13819258.html

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Forough Farrochsād, Poetin des Protests” – Ein Artikel von Nina Abassi im humanistisch!-Magazin

Heute möchten wir Euch auf einen zum Nachdenken anregenden Artikel hinweisen, der schon vor einiger Zeit im humanistisch!- Magazin (Ausgabe 02/2020) erschien. Forugh Farrochsād, von welcher wir 2018 deutsche Übersetzungen ihrer Gedichte veröffentlichten, wird hierin als bedeutendste moderne Dichterin Irans beschrieben. Ihr Werk hält der Gesellschaft ihres Herkunftlandes schonungslos den Spiegel vor und bricht dabei so einige Tabus. Detailliert erinnert uns der Artikel an die Lebensgeschichte einer tapferen und gleichzeitig sehr tragischen Figur der iranischen Literaturgeschichte.  Von Forough Farrochsād im Sujet Verlag erschienen:

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Widad Nabi auf der aspekte-Autorenbühne im ZDF

Wir sind stolz auf den Fernsehenbeitrag mit und über unsere Autorin Widad Nabi im ZDF. Herzlichen Glückwunsch!Kurz vor dreißig, …küss mich von Widad Nabi, übersetzt aus dem Arabischen von Suleman Taufiq, 2019, bei uns im Sujet Verlag. https://www.zdf.de/kultur/aspekte/widad-nabi-kurz-vor-dreissig-kuess-mich-100.html?fbclid=IwAR2Psvuev96QPSn8cfthqnOCx6YwVOtsR1ElIWzgKAmE0ba9HmgO85_yVeQ

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Was Corona für die Menschen im Iran bedeutet – Ein Essay von Fariba Vafi

Zur aktuellen Lage im Iran veröffentlichte der Tagesspiegel am Sonntag den 19.4.2020 einen Essay unsere Autorin Fariba Vafi unter dem Titel „Wir glauben nie, was wir hören”. Ein krankhaftes Mistrauen frisst Irans Gesellschaft von innen heraus mindestens so sehr auf wie das Corona-Virus von außen.  https://www.tagesspiegel.de/politik/was-corona-fuer-die-menschen-im-iran-bedeutet-wir-glauben-nie-was-wir-hoeren/25750076.html Auf Deutsch erschienen von Vafi zuletzt die Romane „Tarlan“ und „Der Traum von Tibet“ bei uns im Sujet Verlag. Fariba Vafi, 1963 in der Provinz Ost-Aserbaidschan des Iran geboren und heute in Teheran zu Hause, ist eine der

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Neue Rezension und Radiokommentar – „Eine Woche, ein Leben” von Nassir Djafari

Wir freuen uns! Gestern veröffentlichte nämlich der WDR eine äußerst positive Renzension über Djafaris Debütroman „Eine Woche, ein Leben”. Journalist und Autor Ulrich Noller schreibt: „Hört sich dicke nach “Literatur mit Migrationshintergrund” an, stimmt weitgehend auch, bei Nassir Djafari spielt dieser Faktor allerdings wohl nur in homöopathischer Dosis eine Rolle: Er kam 1952 im Iran zur Welt, lebt seit 1957 in Deutschland. Nassir Djafari ist Volkswirt, er hat sein Berufsleben der Entwicklungsarbeit gewidmet, hat in diesem Zusammenhängen und auch wissenschaftlich publiziert, bislang aber

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Interview mit Suleman Taufiq im Weser-Kurier

Das Interview des Weser-Kuriers mit dem Autor und Übersetzer Suleman Taufiq ist in der gestrigen Ausgabe des Weser-Kuriers erschienen und gibt einen interessanten Einblick in die Arbeit an zwei wunderbaren Werken.Das Kinderbuch „Ich wäre so gern ein Betonmischer” erzählt auf liebenswerte Art und Weise die Geschichte eines Abrissbaggers, der viel lieber bauen als zerstören würde, und wurde von Suleman Taufiq ins Deutsche übersetzt. Nun ist es zweisprachig erhältlich.„Josef hat Geburtstag” ist die neue Kurzgeschichten-Sammlung von Suleman Taufiq, die sich auf humorvolle Art und

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Widad Nabi zum erneuten Male in der Vogue

Die Vogue hat einen Online-Artikel mit Buch-Tipps im Frühjahr herausgebracht – unter diesen Tipps befindet sich auch der bei uns erschienene Lyrikband „Kurz vor dreissig, …küss mich” von unserer Autorin Widad Nabi! Wir sind stolz und freuen uns sehr, dass Widad Nabi zum wiederholten Male in der Vogue Anerkennung findet. Hier geht es zu dem Buch

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Neuer Artikel von Ramy Al-Asheq

In der NZZ ist ein interessanter Artikel von Ramy Al-Asheq über die kulturelle Säuberung in Syrien erschien.Hier ein Auszug für Euch: Nach wie vor gibt es Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Land geblieben sind; sie leben in den Regionen, die vom Asad-Régime kontrolliert werden. Stromausfälle gehören zu ihrem Alltag, die steigenden Lebenskosten machen ihnen ebenso zu schaffen wie die schwindende Freiheit und das Gefühl, den Sicherheitskräften mehr denn je ausgeliefert zu sein. Einige hoffen auf eine Chance zur Flucht – «ins Exil, wohin auch

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(Druck-)frisch eingetroffen: Gunther Gerlachs neues Werk „Lichter, die aus Schatten steigen”!

(Druck-)frisch bei uns eingetroffen: die Buchexemplare von Gunther Gerlachs neuem Werk „Lichter, die aus Schatten steigen”! Hier eines der Gedichte als kleiner Vorgeschmack: „Ich werde einen Prozess führen gegen die Traurigkeit. Meine Ankläger werden sein: Ein Blick in die Taschen der Macht und die nicht gereifte Frucht, die der Baum fallen ließ wird Zeuge sein, in diesem, diesem einen Augenblick. Und der hat keinen Zweifel an seiner Unschuld, wenn wir angstvolle Stimmen vernähen. Doch es fliehen die Schmerzen, es taucht unter die Krankheit

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Ich wäre so gern Betonmischer”

Im Frühjahr 2020 erscheint bei uns ein wundervolles neues Buch !! „Ich wäre so gern Betonmischer” ist ein Kinderbuch von Hussain Al‑Moutawaa auf Arabisch. Wir haben diese tolle Geschichte von Suleman Taufiq übersetzen lassen und bringen unsere billinguale (deutsch-arabisch) Ausgabe bald heraus. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Text: „Haddam ist ein Bagger, ungefähr so alt wie Du. Wenn Du ihn ansiehst, merkst Du sofort, wie freundlich und lieb er ist. Haddam liebt seine Familie sehr, aber nicht die Arbeit, die er macht. Und das gefällt seiner

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Zweisprachige Lesung zu „Nachtwind”

Am 09.Januar 2020 fand in der Buchhandlung Sattler eine zweisprachige Lesung mit Inge Buck und Madjid Mohit statt. Inge Buck las aus ihrem Gedichtband Nachwind, der Gedichte über den Rhythmus der Jahreszeiten und über ihren unmerklichen Verlust enthält. Zusätzlich trug Madjid Mohit einige seine Übersetzungen der Texte ins Persische vor. Mehrsprachigkeit war anschließend Thema einer Diskussion über Literatur und die Bedeutung von Übersetzungen für diese. Auch gab es eine musikalische Begleitung durch Gitarre und Gesang von Mohit. Danke an alle Beteiligten für den

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Interview mit Doğan Akhanlı

Auf Qantara.de ist ein interessantes Interview von Gerrit Wustmann mit Doğan Akhanlı erschienen. Die beiden sprechen nicht nur über die historischen Hintergründe von „Madonnas letzter Traum”, sondern auch über die politische Bedeutung des Romans und dessen Rezeption in der Türkei sowie die aktuelle politische Lage dort. Themen die dabei aufkommen sind Schuld, Unschuld und das Wegschauen; heute wie damals, hier und in der Türkei.  Hier geht’s zum Interview!

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Lesung zur Sonderedition Lothar Bührmann

Den Abend des 17. dezember 2019 widmeten wir dem Bremer Künstler Lothar Bührmann, der im August diesen Jahres verstarb. In der Villa Ichon fand eine Lesung mit Inge Buck, Cornelius Kopffinke, Rudolph Bauer und Madjid Mohit statt. Gelesen wurden nicht nur Gedichte die Lothar Bührmann illustriert hatte, sondern auch Texte von und über ihn. Darüber hinaus gab es eine musikalische Begleitung von Majid Mohit. Die gelesenen Geichte sind in der Sonderedition „Lothar Bührmann in Wort und Bild” zu finden die im Oktober bei uns

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Première des Lyrikkalenders 2020

In der Buchhandlung Franz Leuwer gab es am 10. dezember 2019 eine überraschend andere Lesung. Es wurden Texte zu jedem Monat von vier der siebenundzwanzig Autoren des Kalenders gelesen. Teilgenommen haben Inge Buck, Elke Marion Weiß, Gunther Gerlach und Matthias Groll. Jeder laß seinen eigenen, sowie fremde Texte. Eine Ausnahme machte Gunther Gerlach, der um es spannend zu machen verkündete: Wer seinen Text hören wolle, müsse sich den Kalender selbst kaufen. Außerdem gab es eine musikalische Begleitung von Madjid Mohit. Vielen dank an

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Widad Nabi in der Vogue

Widad Nabi ist mit ihrem Gedichtband „Kurz vor dreißig, …küss mich” in der Januar-Ausgabe der Vogue erschienen! Und wir vom Sujet Verlag sind unglaublich stolz!!! In dieser Ausgabe geht es um die Zukunftsvisionen von Frauen für radiakle Gleichberechtigung und Solidarität. Annett Gröschner schreibt über Nabis Texte: „Darin besingt sie die Freiheit der Frauen, die lieben, wen und was sie mögen, die rebellieren und sich dem Krieg entgegenstellen mit nichts als ihrem Körper und ihrer Sprache.” Auch wunderschöne Fotos von der Autorin sind enthalten.

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Habib Tengour und Redouane Belakhdar in Bremen

Am 5. Dezember gab es eine zweisprachige Veranstaltung mit Habib Tengour und Redouane Belakhdar im Instiut francais Bremen. Tengour las auf Französisch aus seinem Buch „Der Alte vom Berge” und es gab einen spannenden Beitarg zum Verhältnis von Literatur und Politik sowie zur aktuellen politischen Lage in Algerien von Belakhdar.

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Lesung und Diskussion mit Salem Khalfani

Am 25. September wurden einige Ausschnitte aus dem  Buch „Die ersten Tage der Welt“ von Angelika Sinn und dem Autor, Salem Khalfani, in der Buchhandlung Storm abwechselnd gelesen. Danach gab es ein interessante Gespräch über hochaktuelle Themen, wie das Schreiben in der zweiten Sprache, Identität, Zugehörigkeit und philosophische Gedanken über unterschiedliche Themen, die in dem Buch auftauchen. Vielen Dank an alle Beteiligten und Gäste für diese tolle Lesung!

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Neuveröffentlichung „Lyrikkalender 2020”

Am 1. Oktober erscheint unsere neuen Lyrikkalender! Ein Kalender mit ein faszinierende Kombination von Texte und Bilder Endlich ist es soweit! Ab dem 1. Oktober ist unser Lyrikkalender erhältlich. Der Zweiwochenkalender enthält siebenundzwanzig wundervolle Gedichte von unseren Autoren. Wir haben eine Auswahl der schönsten Gedichte, die wir publiziert haben, ausgesucht. Es war ein schwieriges Prozess, da wir alle unsere Werke sehr Wertschätzen. Die Autorinnen und Autoren sind: Eberhard Pfleiderer, Suleman Taufiq, Ahmad Schamlu, Elke Marion Weiß, Maya Abu Al Hayyat, Forugh Farrochsad, Gerrit

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Lyrik in Erinnerung und Gegenwart – Funun-Festival 2019

Unter dem Titel „Lyrik in Erinnerung und Gegenwart” haben die beiden syrischen Autoren Ramy Al-Asheq (Gedächtnishunde) und Widad Nabi (kurz vor dreißig, …küss mich) letzten Donnerstag im Rahmen des Funun-Festivals für uns aus ihren Werken gelesen. Moderiert wurde der Abend von Jasmina Heritani, für die musikalische Begleitung sorgte Aladdin Haddad. Die Gedichte wurden in zwei Sprachen, arabisch und deutsch, vorgetragen. Im Anschluss gab es ein spannendes Gespräch mit dem Publikum über die persönlichen Erfahrungen der der beiden Lyriker mit alter und neuer Heimat,

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Lyrik im Wohnzimmer des Sujet Verlags

Im Rahmen von „Bremen liest!” letzten Freitag hatten wir es richtig gemütlich bei uns im Verlag. Shirin Nowrousian, Inge Buck und Gunther Gerlach lasen aus ihren lyrischen Werken. Der Verleger Madjid Mohit saß zusammen mit ihnen auf dem Sofa, übernahm die persische Übersetzung einiger der Gedichte und sorgte für musikalische Einlagen zwischendurch. In dieser Zusammenstellung trafen ganz unterschiedliche Stile, Töne, Rythmen und Sprachen, Musik und Lyrik aufeinander und ergaben einen ganz neuen Klang. Das Wohnzimmer war gut gefüllt. Es war ein bunter Misch

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Doğan Akhanlı in Weimar – und Bremen!

Doğan Akhanlı, Autor von „Madonnas letzter Traum”, ist vieles: Preisträger der Goethe-Medaille 2019,  türkischer Abstammung, deutscher Staatsbürger, politischer Aktivist, bewaffnet einzig mit dem Wort. Außerdem ist er zur Zeit viel unterwegs. Er hat vieles erlebt und erlitten und viel zu sagen.

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Kurt Scharf, Antologie: Halt aus in der Nacht bis zum Wein

Die Dichter dieser Sammlung haben den Höhepunkt ihres Schaffens in der Blütezeit der modernen persischen Lyrik erreicht. Damals konzentrierte sich der künstlerische Wille der Iraner in einer für uns kaum vorstellbaren Weise auf die Dichtung, und das hieß in einer vormodernen Gesellschaft auf die Verskunst. Diese Dichter erfreuten sich eines unglaublichen Ansehens und Erfolges. Sie bestimmten das geistige Klima der Zeit Diese Periode begann in einer nur wenige Jahre umfassenden Zeit ohne strenge Zensur im Jahre 1941 nach dem Regierungsantritt des letzten Schahs. Als

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